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Vorsorge für das Privatvermögen

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Vorsorge für das Privatvermögen
Wir sollten uns auch privat auf eine Depression vorbereiten und unsere Vermögensdispositionen hierauf einplanen:

1. Von monetären Anlagen in Sachvermögen
Wenn der größte Korrekturbedarf bei der explodierenden Finanzblase liegt, sind unsere Finanzwerte gegenüber Sachwerten von der Zwangskorrektur eines Crash überproportional betroffen. Wir müssen also rechtzeitig vorher aus den monetären Werten in Sachwerte flüchten.

2. Dies gilt insbesondere für Rentenpapiere, vor allem für Staatsrenten. Immer haben in den vergangenen Depressionen die Staaten sich dadurch entschuldet, dass sie ihre Schulden abgewertet haben. Damit müssen wir auch jetzt wieder rechnen bis hin zu Staatskonkursen. Wir sollten also nicht bei den monetären Verlierern sein.
Aber auch die jedem Crash üblicherweise vorausgehende galoppierende Inflation bedeutet schon, dass sich die monetären Werte schneller entwerten als die Sachwerte. Auch dabei ist bereits die Flucht von den Geldwerten in die Sachwerte angesagt.

3. Wie weit die Aktien Geld- oder Sachwerte sind, ist umstritten. Sie stellen eigentlich einen Mittelwert zwischen beiden dar, weil ihre Kurse sehr stark geldwertabhängig sind, während die Unternehmen selbst überwiegend Sachwerte darstellen. Der Wert der Aktien hängt aber nicht von den Sachwerten des Unternehmens ab, sondern von den Kursen. Diese sind Geldwerte. Insofern sind die Aktienkurse überwiegend geldwertabhängige Werte, die sich im Crash überproportional verflüchtigen, weil Aktien ja auch jederzeit beliebig vermehrt werden können (Kapitalverwässerung). Man sollte vor einem Crash rechtzeitig aus Aktien aussteigen.

4. Wenn man sowohl aus den Aktien aussteigt, wie auch aus den Rentenwerten flüchtet, würde sich Bargeld empfehlen. Dies entwertet zwar ebenfalls in der jedem Crash vorausgehenden Hyperinflation. Dafür aber ist in der Deflationsphase eines Crashs Bargeldliquidität eine entscheidende Möglichkeit, billig einzukaufen, was andere nicht mehr halten können. Insofern ist Liquidität eine traditionelle Crash Vorsorge.

5. Die notwendige Liquidität kann allerdings auch indirekt gesichert werden, wenn man im Crash sichere Werte zur Kreditsicherung hätte. Hierbei ist vor allem an Gold zu denken. Mit einem Goldschatz kann man sich im Crash jederzeit Liquidität beschaffen (Verpfändung), ohne ihn abgeben zu müssen. Man würde also zwei Crashvorsorgezwecke erfüllen: Die Wertsicherung und die Liquiditätsvorsorge.

Drei Nachteile allerdings hat Gold:Es verzinst sich nicht,es verursacht Aufbewahrungskosten,sein Preis wird weitgehend vom Goldoligopol manipuliert.Man sollte deshalb Gold nur anschaffen, wenn dessen Preis niedrig ist.

6. Immobilienvermögen ist zwar sicherer als monetäres Vermögen
, wird aber im Crash ebenfalls zum Teil seinen Wert verlieren, weil die Vermietung schwieriger wird und weil Immobilien gegen staatliche Sonderabgaben und andere Kriminalität (Einbrüche) geschützt werden müssen. Dennoch haben sich in den vergangenen Depressionen die Immobilieneigentümer immer besser gestanden als die Inhaber monetärer Werte. Insofern sind marktgängige Immobilien eine relativ gute Sicherung für die private Vermögensanlage.

7. Wichtigste Krisenvorsorge betrifft die Alterssicherung. In jeder Krise wurden die Alterssicherungssysteme immer mitbetroffen. In der nächsten Krise werden vor allem die gesetzlichen Alterssicherungssysteme platzen, die nach dem Umlagesystem falsch konstruiert sind.
Wenn nämlich jetzt drei Erwerbstätige einen Rentner finanzieren sollen müssen in 15 Jahren l,2 Erwerbstätige einen Rentner finanzieren. Also können die Renten nur sinken, weil höhere Beiträge von den Erwerbstätigen nicht abgefordert werden können. Wer sich also auf staatliche Alterssicherung verlässt, wird verlassen sein. Wir müssen selbst für eine ausreichende Alterssicherung vor allem durch Erwerb und Anlage von entsprechend rentierlichem Vermögen sorgen. Dabei ist die stärkste Alterssicherung immer noch das eigene schuldenfreie Haus bzw. die eigene Wohnung. Wer nämlich keine Miete zu zahlen hat, der hat von seinem verfügbaren Einkommen immer mehr übrig als derjenige, der davon noch Miete abzweigen muss.

8. Der letzte Rat ist wie für Unternehmer auch für Privatleute richtig:
Kommt eine Krise, müssen wir schuldenfrei in diese Krise gehen. Wer noch zusätzliche Schulden in der Krise abzudecken hat, kommt leichter unter die Räder als der, welcher schuldenfrei disponieren kann.

Vorsorgemaßnahmen wird aber nur der ergreifen, welcher die Gefahr des Crash ernst nimmt. Bisher hat jedoch die Mehrheit der Menschen den Crash nicht ernst genommen, keine Vorsorgemaßnahmen ergriffen und wird sich deshalb unvorbereitet vom Crash überraschen lassen und ihn deshalb voll auskosten müssen.