Entstehung des Papiergeldes
Wir dürfen nicht vergessen, dass Papiergeld ein Kind des Krieges ist. 1914, als Europa in einen schrecklichen Bruderkrieg schlitterte, beschlossen die Regierungen, die Bindung der Währungen an das Gold aufzugeben. Sie wollten Geld drucken können, um den Krieg zu bezahlen. Mit der Goldwährung, dem ersten übernationalen Geld Europas, hätten sie die Feindseligkeiten schon nach wenigen Monaten einstellen müssen. Denn Gold ist bekanntlich nicht beliebig vermehrbar. Später blieben die Politiker beim Papier, um den Sozialstaat und die Wahlversprechungen finanzieren zu können. So kam es, dass selbst die relativ harte Deutsche Mark von 1948 bis zu ihrem Ende Dreiviertel ihres Wertes verlor.